Planegger Damen wieder die Besten!

Mit dem Gewinn der 8. Deutschen Meisterschaft untermauert der ESC Planegg seine Ausnahmestellung im deutschen Frauen Eishockey.

Planegger Eishockey damen wieder die Besten!

Seit 2005, nach dem Aufstieg in die Frauen Bundesliga gehört der ESC Planegg in jeder Saison zu den Favoriten auf den Meistertitel in der DFEL. In den letzten 16 Jahren hat der Eissport Club, aus der Gemeinde vor München, nicht nur acht Meistertitel und sieben Vize-Meistertitel, viel mehr hat er auch mit dem Gewinn des EWHL-Meisterschaft und EWHL-Supercup, sehr erfolgreich international präsentiert. Mit dem diesjährigen Gewinn der insgesamt nun achten Deutschen Meisterschaft untermauert der Club seine absolute Ausnahmestellung. Damit ist der ESC Planegg der erfolgreichste Club im deutschen Frauen Eishockey und ein Aushängeschild für das deutsche Eishockey.

Auch bereits in der vergangenen Saison war die Meisterschaft für den ESC Planegg in Reichweite gewesen. Aber auf Grund des Ausbruches der Corona-Pandemie, wurde das Playoff-Finale nach einer siegreichen Begegnung abgebrochen. Nur ein weiterer Sieg, der nach einer ebenfalls überragenden Saison im letzten Jahr sicherlich möglich gewesen wäre, hatte den Frauen des ESC Planegg im letzten Jahr zur Meisterschaft gefehlt. Auf Grund des Abbruchs der Saison erhielt der ESC Planegg als Auszeichnung für die sehr gute Saison-Leistung einen sogenannten Liga-Pokal. "Dadurch hatten wir zusätzliche Motivation, aber vielleicht auch ein bisschen mehr Druck, es in dieser Saison unbedingt schaffen zu wollen", erklärt Michael Lehmann, der erste Vorsitzende des deutschen Rekordmeisters.

Somit ging der ESC Planegg mit klaren Ambitionen in das Final-Four-Turnier in Füssen. Um einen kurzfristigen Abbruch wie im letzten Jahr zu vermeiden, hatte der Deutsche Eishockey-Bund entschieden, den diesjährigen Meister, nicht wie gewohnt in mehreren Play-Spielen sondern in einem Turnierformat auszuspielen.

"Es war eine schwierige und zähe Saison, da wir mit vielen Verletzungen zu kämpfen hatten", unterstrich Lehmann, "doch beim Final-Four-Turnier in Füssen ist es uns gelungen, unser bestes Eishockey der Saison zu spielen." Nach einem 3:2 (0:0, 1:1, 2:1) Sieg gegen den letztjährigen Meister, dem ECDC Memmingen, im Halbfinale traf der ESC Planegg im Finale auf die Eisbären Juniors Berlin. Sie waren eigentlich als großer Außenseiter zum Final-Four nach Füssen angereist, hatten aber in ihrem Halbfinale den ERC Ingolstadt mit 2:1 (1:0, 0:1, 1:0) bezwungen. Im Finale gegen den ESC Planegg zeigten sie ebenfalls, in welcher guter Verfassung sie waren.

Planegg hatte im Finale gegen couragierte Eisbärinnen schon im ersten Drittel erkennbare Vorteile. Kerstin Spielberger (7.) brachte das Team von Trainer Marcel Breil auf die Siegerstraße, bevor Theresa Knutson die große Ausgleichschance für Berlin hatte, mit einem Penalty aber an Planeggs Torhüterin Franziska Albl scheiterte. Jacyn Reeves (40.) erhöhte kurz vor Ende des zweiten Drittels in Unterzahl auf 2:0. Im Schlussabschnitt trafen für Planegg schließlich noch Justine Reyes (41.) im Powerplay und Spielberger (60.) mit ihrem zweiten Tor wenige Sekunden vor der Schlusssirene. Zwischenzeitlich keimte nach dem 1:3 von Lucie Gelhaar (52.) noch einmal kurz Hoffnung bei Berlin auf. 

"Es waren schnelle, faire Spiele, die immer Brisanz hatten", lobte Trainer Marcel Breil die Spiele seiner Mannschaft in Füssen und Präsident Klaus Wüst führt weiter aus: „In der laufenden Saison hat sich das gesamte Team immer weiter hin zu ihrer mannschaftlichen Topform gesteigert, die man dann bei den entscheidenden Final-Four-Spielen eindrucksvoll erleben durfte.“

Für gestandene Spielerinnen wie Julia Zorn, die bei allen acht Meistertiteln des ESC Planegg im Kader stand, liegt die große Stärke in der mannschaftlichen Geschlossenheit. "Wir sind ein sehr kleiner Verein, das schweißt uns zusammen. Bei uns steht die Mannschaft, nicht einzelne Spielerinnen im Vordergrund, und das hat uns in den letzten Jahren erfolgreich gemacht.", resümiert die Kapitänin der DEB-Frauen, die Erfolge des ESC Planegg, der bekanntermaßen ohne eigenes Stadion auskommen muss, was allen Beteiligten noch mehr Organisation und einen noch größeren Zeit Einsatz abverlangt. Nur durch ein funktionierendes Zusammenspiel aller Beteiligten, von der Vorstandschaft, über die Mannschaft und ihrer Betreuer bis hin zu den Sponsoren hat es der ESC Planegg geschafft so erfolgreich zu sein. „Ohne unsere Sponsoren, wie Dirk Haberkamp Gebäudeautomation und Ultadent sowie die Unterstützung der Gemeinde würde der ESC Planegg nicht als erfolgreichste deutsche Fraueneishockeymannschaft aller Zeiten geführt werden,“ sagt Klaus Wüst und erklärt: „Die Gemeinde Planegg mit ihren Bürgerinnen und Bürgern über die letzten Jahre so erfolgreich im In- und Ausland vertreten zu dürfen, ist nicht nur für die Mannschaft, viel mehr für mich persönlich, eine sehr große Ehre.“ 

Bürgermeister Nafziger und die Gemeinde Planegg gratulieren natürlich auch ganz herzlich - und arbeiten noch an einer kleinen Überraschung für unsere Ausnahmesportlerinnen.

 

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