Nafziger besucht GILEAD

Bürgermeister Nafziger besuchte die Deutschland-Niederlassung des Pharma-Unternehmens Gilead in Martinsried, das derzeit mit dem Corona-Medikament Remdesivir weltweit für Aufsehen sorgt. Ein Austausch über Corona, Homeoffice und digitale Yoga-Stunden.

Bürgermeister Hermann Nafziger sucht den Kontakt zu heimischen Unternehmen. Seit seinem Amtsantritt hat er sechs Unternehmen, die in Planegg seit Jahren ansässig sind und einen wertvollen Beitrag zu unserem Gemeinwesen leisten, einen Besuch abgestattet. Dabei ist es ihm wichtig, gleich zu Beginn seiner Amtszeit ein Zeichen zu setzen und persönlich einen engen Kontakt zu den Unternehmen aufzubauen.

Grossansicht in neuem Fenster: Nafziger und Dr. Bauer Gilead in KantineEinen gemeinsamen Termin mit der Geschäftsführerin der Deutschland-Niederlassung des internationalen Pharmakonzerns GILEAD, Dr. Bettina Bauer (im Bild) zu finden, war besonders schwierig. Schließlich hat Gilead vor wenigen Wochen das erste auf dem europäischen Markt zugelassene Corona-Medikament mit Namen Remdesivir auf den Markt gebracht. Remdesivir gilt derzeit weltweit als Hoffnungsträger in der aktuen Behandlung corona-erkrankter Patienten. GILEAD gehört außerdem zu den TOP 10 Unternehmen der Pharmaindustrie weltweit und hat bereits große Erfolge in der Therapie lebensbedrohlicher Erkrankungen erzielt.

Corona-Medikament Remdesivir ist Prio 1

Aus erster Hand erfuhr der Planegger Bürgermeister, welche Dynamik das Unternehmen seit Beginn der Corona-Krise erfasst hat. Bereits im Januar 2020 fokussierte GILEAD am sitz der Muttergesellschaft in Kalifornien/USA seine gesamte Forschungsaktivitäten auf die Suche nach einem Medikament gegen die COVID-19 Erkrankung. In den Folgemonaten ging es darum, in kürzester Zeit in allen Teilen der Welt Produktionskapazitäten für Remdesivir hochzufahren. "Wir konnten auf eine bestehende Infrastruktur aufsetzen, das hat sehr geholfen. Trotzdem war es eine große Herausforderung für das Unternehmen."

Viel Arbeit auch für die 270 Mitarbeiter*innen in Martinsried, die Vertrieb und Marketing steuern und seit dem Lockdown im März fast alle vom Homeoffice aus arbeiten. "Wir haben versucht, unsere Mitarbeiter*innen optimal zu schützen," so Bauer.  Die firmeninterne IT-Infrastruktur sei bereits vor dem Ausbruch der Corona-Krise auf einem sehr hohen Level gewesen, das habe sehr geholfen, schnell auf Online-Arbeitsplätze umzustellen.

Online-Yoga und Wein-Tasting

"Jetzt wäre es vielen Kollegen lieber, besser heute als morgen wieder im Büro arbeiten zu dürfen. Denn sie vermissen einander." Momentan sei es ihr Job, so Bauer, die Mitarbeiter eher noch zu vertrösten. Erst 25 % der Belegschaft kommt wieder täglich in das Firmengebäude an der Fraunhoferstrasse. Um das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken und den Plausch auf dem Gang zu ersetzen hat sie sich mit ihrem Team viel einfallen lassen. So gab es nicht nur Online-Fortbildungen sondern wöchentliche Jourfixe für die einzelnen Teams, gemeinsames Online-Yoga, einen digitalen Museumsbesuch und sogar ein virtuelles Wein-Tasting.

 

Dr. Bettina Bauer gab ein eindeutiges Statement für den Verbleib des Unternehmens in Martinsried ab. Wir fühlen uns hier wohl und haben unser Firmengebäude gerade modernisiert. Eine Botschaft, die Bürgermeister Hermann Nafziger mit Freuden hörte. Er bot an, im engen Austausch zu bleiben um etwaige Entwicklungen gemeinsam frühzeitig zu meistern.

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